© JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co. www.jungefreiheit.de 52/18 / 21. Dezember 2018

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UN-Pakt: Offene Grenzen gefährden Mittelschicht

AMSTERDAM. Der niederländische Sozialdemokrat René Cuperus hat vor den Langzeitfolgen des UN-Migrationspaktes (JF 47/18) gewarnt. Wer negiere, daß „Migrationsprozesse mit großen Problemen und Risiken behaftet sind, ist nicht nur einem Wunschdenken verhaftet und ideologisch verblendet, sondern diskreditiert auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse von Historikern, Soziologen und Anthropologen“, erklärte der Forscher am Deutschland-Institut der Uni Amsterdam und Berater des niederländischen Außenministeriums im Deutschlandfunk Kultur. Zuwanderung sei „ein tiefgreifendes, sowohl das Einwanderungsland als auch das Herkunftsland oft destabilisierendes und mit Spannungen und Konflikten einhergehendes gesellschaftliches Phänomen“, erläuterte Cuperus. Wer für offene Grenzen plädiere, bringe „die europäischen Mittelschichtsgesellschaften in Gefahr. Maximalistische Migrationsbefürworter sind mitverantwortlich für gesellschaftliche Destabilisierung und Globalisierungsangst.“ (fis)

 duitslandinstituut.nl





Deutsche Professoren kritisieren Euroreformen

München. Über die Hälfte der 124 vom Ifo-Institut befragten Wirtschaftsprofessoren sind mit den jüngsten Euroreformvorschlägen nicht zufrieden. Das Institut hat zusammen mit der FAZ ermittelt, daß weniger als ein Drittel die vorgeschlagenen Änderungen am Europäischen Krisenstabilitätsmechanismus (ESM) für ausreichend hielt. Die Mitte Dezember von den Staats- und Regierungschefs beschlossenen Reformen sollen dem Fonds mehr Kompetenzen übergeben. Weiter wurden Ansätze einer Insolvenzordnung für EU-Staaten geschaffen. Auf ein zusätzliches Eurozonen-Budget konnten  sich die Regierungen noch nicht einigen. (fis)