© JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co. www.jungefreiheit.de 52/18 / 21. Dezember 2018

Meldungen

Kindermedizintechnik: Potential unerschlossen

KIEL. Regulatorische Vorgaben, höhere Entwicklungskosten, ein geringer Marktanteil sowie unzureichende Vergütung behindern nach Ansicht von Medizinern der Uni-Kinderkliniken Kiel und Lübeck Fortschritte in der kindgerechten Medizintechnik, obwohl diese Altersklasse am meisten davon profitieren würde. Anders als in den USA habe sich die deutsche Gesundheitspolitik dieser Herausforderung bisher nicht gestellt. Die fehlende Produktpalette reiche von Insulinpumpen und Diagnostikinstrumenten bis zu Sehhilfen und Rollstühlen. Bei Herzschrittmachern für Kinder sei die Lage „prekär“. Das „Aktionsbündnis Angeborene Herzfehler“ (ADAHF) hat daher Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur „gezielten Forschungsförderung“ auf diesem Sektor gedrängt. Technologisch biete Deutschland dafür einen „idealen Ausgangspunkt“, nur werde das Potential finanziell bedingt leider nicht erschlossen (Deutsches Ärzteblatt, 46/18). (dg)

 www.herzstiftung.de





Mitnehmverpackungen machen mehr Müll

MAINZ. Einweggeschirr und „To go“-Verpackungen tragen mit jährlich 346.000 Tonnen Abfall zum anwachsenden deutschen Müllberg bei. Laut der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) wuchs diese Müllsorte zwischen 1994 bis 2017 um 44 Prozent. Wesentlichen Anteil daran hatten der Partybedarf privater Haushalte (2017: 65.000 Tonnen), Getränkebecher (sechs Milliarden Stück mit 55.000 Tonnen) sowie Pizzakartons, Teller, Schalen und Boxen (50.000 Tonnen). Da die meisten dieser Verpackungsformen bis 1994 selten waren, registrierte die GVM bei Einwegbesteck (114 Prozent) und Snackboxen (173 Prozent) hohe Steigerungsraten. Ein weiterer „signifikanter Anstieg der Tonnagen“ sei zu erwarten, „wenn nicht regulierend in den Markt eingegriffen“ werde und das Konsumverhalten sich nicht ändere (Müll und Abfall, 10/18). (rs)

 gvmonline.de





Gymnasiasten erkennen keine Singvögel mehr

MÜNCHEn. Die Vogelkenntnisse bayerischer Gymnasiasten sind innerhalb von zehn Jahren weiter gesunken. Das haben Wissenschaftler vom Institut für Didaktik der Biologie an der Ludwig Maximilians Universität München ermittelt. Die Schüler konnten im Schnitt nur fünf von 15 häufigen Singvogelarten richtig benennen. Gut drei Viertel der 2.000 Studienteilnehmer erkannten die Amsel, ein Dritte nur einen Spatzen. Die beste Artenkenntnis hatten Schüler, die bei der „Stunde der Wintervögel“ mitgemacht hatten. Sie erkannten sieben Arten. Die nächste Vogelzählung des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern findet vom 4. bis 6. Januar statt. (fis)

 www.lbv.de





Erkenntnis

„Diesel-Fahrverbote sind kontraproduktiv, Handwerk und Gewerbe sind auf umfassende Transportmöglichkeiten existentiell angewiesen. Der konventionelle reine Verbrennungsantrieb steht nicht vor dem Aus.“

Frank A. Bergner, Chef der Schwabacher Richard Bergner Holding